Deutscher Hoerbuchpreis

Deutscher Hörbuchpreis 2008 in der Kategorie »BESTE FIKTION«

Träume; Rechte: NDR
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»Träume« (NDR kultur)

Hörspielinszenierungen aus den Jahren 1951 und 2006
Laufzeit ca. 162 Min. 3 CD

Träume 1951:
Sprecher: Inge Meysel, Erich Schellow, Annegret Lerche, Eduard Marks u.v.a.
Regie: Fritz Schröder-Jahn
Musik: Siegfried Franz
Produktion: Nordwestdeutscher Rundfunk, 1951

Träume 2006:
Sprecher: Barbara Auer, Traugott Buhre, Leslie Malton, Felix von Manteuffel, Udo Wachtveitl, Andreas Fröhlich u.v.a.
Regie: Alexander Schumacher, Simona Ryser, Beate Andres,
Bernadette Sonnenbichler, Sven Stricker
Zwischentexte: Norbert Schaeffer
Musik: Hans Schüttler
Produktion: Norddeutscher Rundfunk, 2006

Verlag/Ort: der hörverlag/München

Hörbeispiel (mp3 2,9MB, 3:06)

Kurzbeschreibung:
Menschen, die scheinbar bereits unendlich lange Zug fahren. Eltern, die ihr Kind verkaufen. Eine Familie, die vom Unbekannten vertrieben wird. Urwaldforscher, die vom Fluch des Vergessens erfasst, Leute, die von Termiten zerfressen werden. Menschen träumen, und in ihren Träumen zeigen sie ihr ureigenes Ich, ihre tiefsten Ängste und geheimsten Wünsche.

Vita:
Günter Eich (1907-1972), ist einer der bedeutendsten deutschen Lyriker und Hörspielautoren. Sein erster Gedichtband erschien 1929, für den Rundfunk schrieb er seit Anfang der dreißiger Jahre. Seine Arbeiten für den NS-Rundfunk sind teilweise umstritten. Nach dem Krieg gehörte er zu den Mitbegründern der Gruppe 47. Für seine Werke wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem ersten Preis der Gruppe 47 (1950), dem Hörspielpreis der Kriegsblinden (1953) und dem Georg Büchner-Preis (1959). Eich starb 1972 in Salzburg.

Jurybegründung:
Günter Eichs „Träume“ in der Inszenierung von Fritz Schröder-Jahn ist eine Legende der Hörspielgeschichte. Eine Produktion, die auch fünf Jahrzehnte nach der Ur-Sendung nichts an Kraft eingebüßt hat. Düster, bedrückend, brutal sind die Begebenheiten, von denen Eich – in gespenstisch lakonischem Ton – erzählt. Zu Eichs 100. Geburtstag haben fünf junge Hörspiel-Regisseure die „Träume“ neu inszeniert und beweisen, dass die Schreckensvisionen auch heute noch aufrühren.


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